Samstag, 16. September 2017

Mach' dufte Bilder! - Tipps zur Bildgestaltung



Hochformat oder Querformat? Und wann ist der richtige Moment? Einfache Tipps zur Bildgestaltung sind Thema in der neuen Folge. An eigenen Bildern zeige ich, warum des Foto genau so gemacht habe. Lasst euch inspirieren!

Freitag, 8. September 2017

#kreativgesehen (19) - Immer das Neueste, ist auch das Beste!?

Im Rundfunkstudio in Berlin, 1991
"Never change a running system!"-"Wechsele niemals ein funktionierendes System!" Dieser Satz meines Rundfunktechnik-Dozenten in Ekuador brannte sich bei mir ein. Jede Umstellung brachte im Allgemeinen erst einmal Probleme mit sich. Die Verknüpfung innerhalb des ganzen Senders, die veränderte Bedienung, unterschiedliche Normen - alles musste neu eingerichtet werden. Das war Ende der 1980er Jahre nicht anders als heute. Und in der Fototechnik ist es auch nicht anders.

 Doch die Technik schreitet unaufhörlich fort. Und mit jeder neuen Entwicklung verspricht die Werbung das "Nonplusultra" und natürlich viel, viel, viel bessere Bilder. Also müssen sie her, die neue Kamera, das neue Objektiv, das neueste Bildbearbeitungsprogramm. Es ist eine nie endende Hatz. Jedes mal fangen wir dann von Vorne an. Die Bedienung ist anders, das Menü unbekannt, die Funktionen oder Tasten nicht mehr da, wo vorher waren. So sind wir erst einmal eine ganze Weile damit beschäftigt zu lernen. (Was durchaus nicht schlecht ist ;-)


Aber Hand auf's Herz: wie viele Bilder waren jetzt wirklich schöner, spektakulärer, eindringlicher?  Klar der erste Superweitwinkel, das erste Makro-Objektiv z.B., eröffnen neue Welten. Doch die Innovationen sind  meist die versprochenen mehr Mega-Pixel, der schnellere Autofokus, höhere ISO-Werte oder neue Filter in der Bildbearbeitung.  Und? Hat's das gebracht?

Teilnehmer meiner Workshops sind oft etwas verwundert darüber mit welchen Kameras ich arbeite. "Nur 16 Mega-Pixel?" "Kein 8k-Video?" ... Nein, ich habe es aufgegeben dem Trend hinterher zu laufen. Wozu auch? Für meine Kunden (PR- und Presseagenturen) brauche ich keine riesigen Dateien mit denen man problemlos Riesenplakate für ganze Häuserwände machen kann (und Apple hat ja bewiesen, dass mit viel Bildbearbeitung sogar Handy-Fotos für Großplakate aufbereitet werden können). Und wenn doch, dann leihe ich mir Equipment.

Nun will ich nicht, dass jeder mit alten Kameras durch die Gegend rennt ;-) Doch es gilt ein wenig zu überlegen, ob sich das eine oder andere empfundene Problem nicht auch anders lösen lassen könnte. Ein Beispiel: Statt immer Kameras mit noch schnellerem Autofokus zu kaufen, könnte ich auch Techniken lernen um besser zu fokussieren. Zu analogen Zeiten, gab es auch scharfe Fotos von Sportveranstaltungen ohne Autofokus-Unterstützung. Und auch den richtigen Moment trafen Fotografen, ohne 24 Bilder in einer Sekunde zu schießen. Wir machen uns letztlich von der Technik abhängig, dabei soll sie uns doch eigentlich nur unterstützen. Die Abhängigkeit ist ein Teil des Triebes immer neue Technik anzuschaffen.

Die wirklich bahnbrechenden Neuigkeiten halten sich doch in Grenzen. "Live-Composit" - also das Entstehen einer Langzeitbelichtung auf dem Kameradisplay verfolgen zu können, ist sicher so etwas. Aber auch das entbindet mich als Fotografen nicht, bestimmte Entscheidungen zu treffen. Z.B. den richtigen Zeitpunkt die Belichtung zu beginnen. Wer schon einmal mit mir zum Nachtfotokurs unterwegs war, weiß wovon ich rede. Um die Lichtspuren einer Straßenbahn vor dem mittelalterlichen Bremer Rathaus in Szene zu setzen, lassen wir zunächst einige Bahnen vorbei fahren. Dabei zählen wir ab, wie lange eine Bahn vom Startpunkt, bis zu einem bestimmten Endpunkt im Bild braucht. Dannach legen wir Belichtungszeiten und den Moment in dem der Auslöser gedrückt wird fest. Das kann kein "Live-Composit!"

 Erst die Erfahrung lässt  mich die Technik richtig einsetzen und ausnutzen. Wenn ich dann noch mit meiner Kamera vertraut bin, dann geht es auch schnell. Also überlegt vor dem nächsten Kauf, ob es nicht noch etwas zu lernen gibt.

Diesen Artikel habe ich im Café geschrieben, auf einem Netbook mit 1GB RAM und Windows XP. Und? Tat das dem Beitrag jetzt einen Abruch? ;-)

Was lernen? Guckt doch mal in die Workshops!
Was lernen? Guckt doch mal in die Coachings!
Was lernen? Guckt doch mal in die Tutorials!

Dienstag, 5. September 2017

Fotografieren bei "Schietwedder"

Graue Wolken? Regen? Das Wetter geht dir auf den ****???
Dann geh' raus und mach' dufte Bilder!
Hier ein paar kleine Anregungen:


Fotografieren trotz "Schietwedder!"


Samstag, 19. August 2017

Bessere Urlaubsfotos - Neues Video-Tutorial





Ergänzend zum Video hier noch einmal die Tipps aus #kreativgesehen 17:

Die Ferien nahen, endlich raus aus dem Alltagstrott. Und endlich Zeit für die Kamera, falls die Familie dich lässt. ;-) Ich möchte dir ein paar kleine Tipps mit auf den ((Reise-)Weg geben. Kein dickes Handbuch, sondern einfach nur ein paar Hilfen.

Belaste dich nicht mit unnötig viel Ausrüstung

Planung heißt hier das Zauberwort. Je genauer du weißt, was dich am Urlaubsort erwartet, desto besser kannst du deine Ausrüstung darauf abstimmen. Im Zweifelsfall bist du mit zwei Zoom-Objektiven (Weitwinkel und Tele) gut beraten. Eine gute alternative zur schweren Spiegelreflex-Kamera sind kleine Kompakte und Systemkameras. Besonders wenn du noch kleine Kinder hast und deshalb sowieso schon viel Gepäck mitschleppst. Vereinbare doch mit deiner Familie auch mal ein Foto-Zeit, in der sie dich mit deiner ganzen Ausrüstung ziehen lassen. Mein Tipp an den/die Partner/in: nach so einer Foto-Zeit sind FotografInnen meist tiefenentspannt.

Plane die Ausflüge nach dem Sonnenstand

Ha, ich höre deinen Partner schon fast vor Schmerz schreien. Aber das beste Licht an einer Sehenswürdigkeit oder in einer tollen Landschaft kommen im Endeffekt allen zu Gute. Und so entstehen schöne Erinnerungen. Ein alter Trick aus der Vor-App-Zeit: Schreibe dir die Uhrzeiten auf ein Geo-Dreieck. Legst du es dann auf eine Karte, kannst du sofort abschätzen wann der beste Zeitpunkt für Fotos ist.

Fotografiere nicht nur Sonnenuntergänge

OK, Sonnenaufgänge sollen auch ganz nett sein, aber das meine ich nicht. Halte die Augen auf, es gibt so viel zu sehen. Und die Lieben zu Hause wollen natürlich auch dich und deinen Anhang auf den Bildern sehen. ;-)


 Lass uns hören, riechen, schmecken

Versuche Eindrücke einzufangen, die ein Bild nicht von sich aus hergibt. Zeige uns das Gewühle auf dem Markt, die leckeren Früchte, den weißen Strand, das blaue Meer. Nimm uns in deinen Bildern mit. Vergiss nicht Übersichtsaufnahmen von Orten und Details gleichermaßen zu fotografieren.





Überrasche uns mit Ungewöhnlichem

Manchmal ist es nur ein Verkehrsschild, dass zum Schmunzeln reizt. Jedoch ist das unter der 30 kein "Smilie" sondern das arabische Zeichen für die Gewichtsangabe "Tonnen." In gleich drei Sprachen sind die Schilder z.B. in Jerusalem beschriftet, das findest du zu Hause nicht. Nicht einmal in Kreuzberg oder Gröpelingen ;-)


Pack die Kamera bloß nicht weg...

...auch wenn mal einen Tag lang die Sonne nicht scheint. Denn dann warten ganz andere Motive auf dich. Regentropfen an den Blättern, Spiegelungen auf nasser Straße, vor dem Regen flüchtende Passanten oder Menschen die einfach jeden Tag und jedes Wetter genießen.


In diesem Sinne: Gute Reise!